Er wurde am 2.7.1922 im Gebiet Welejsskaja (Minsk) geboren. Er war in der Landwirtschaft tätig. Am 31.7.1942 geriet er bei Krasnoe in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im Stalag (Stammlager) 352 in Minsk registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 47730. Am 14.8.1943 kam er im Stalag VI K Stukenbrock Senne an, man brachte ihn sofort zum in das Stalag VI A Hemer, dann in die Arbeitskommandos 612 R Zeche „Fürst Hardenberg“ Am 10.6.1944 starb er dort an Wassersucht, man beerdigte ihn auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 7, in Grab 437. Er war 22 Jahre alt
Er wurde am 3.4.1907 in Perlosani, Chashurin geboren. Er war Georgier. Er war in der Landwirtschaft tätig. Am 21.12.1942 geriet er bei Rostow in deutsche Kriegsgefangenschaft und kam in das Lager 338, Kriwoj Rog in der Ukraine. Im Stalag (Stammlager) IV B Mühlberg/Zeithain in Sachsen wurde er registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 182726. Man brachte ihn von dort in das Stalag XI Altengrabow, dann in verschiedene Arbeitskommandos in der Region. Am 9.9.1943 brachte man ihn in das Stalag VI A nach Hemer und schließlich in das Arbeitskommando 755R Mengede, Zeche Hansemann. Am 5.6.1944 starb er dort an Lungen TBC. Er wurde am 8.6.1944 auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 7, Grab-nummer 2742 beerdigt. Er war 37 Jahre alt
Er wurde am 10.5.1921 im Gebiet Kiew im Dorf Strochowo geboren. Von Beruf war er Elektriker. Am 5.7.1941 geriet er in Dzherzhinsk bei Minsk in deutsche Kriegsgefangenschaft. Am 23.10.1941 kam er in das Bau und Arbeitsbataillon 126 im Wehrkreis VIII (Schlesien). Er wurde im Stalag (Stammlager) VI Neu-Versen/ Emsland registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 2384, danach brachte man ihn in das Bau und Arbeitsbataillon 106, das im gesamten Wehrkreis VI (Westfalen und Rheinland) eingesetzt war. Von dort kam er am 19.4.1942 in das Lazarett des Stalag VI nach Dortmund. Am 7.5.1942 starb er dort. Er wurde auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 2 beerdigt. Er war 21 Jahre alt
Er wurde am 1.9.1898 im Gebiet Kirkinski , Turkmenistan, geboren. Er war in der Landwirtschaft tätig. Am 4.5.1942 geriet er bei Woronesch in deutsche Kriegsgefangenschaft, er war verwundet. Er wurde im Stalag (Stammlager) IX B Wegscheide, Bad Orb in Hessen registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 7743. Im September 1943 war er im Lazarett des Stalag VI D in Dortmund danach im Lager C des Stalag VI D Von dort kam er am 12.10 1943 in das Arbeitskommando R 3056 Dortmund Eving, Bauernkampstr. 123 Am 15.12.1944 starb er im Krankenrevier des Stalag VI D Dortmund. Er wurde auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg beerdigt. Er war 46 Jahre alt
Er wurde am 10.6.1910 im Gebiet Orenburg geboren und war in der Landwirtschaft tätig. Am 3.7.1942 geriet er bei Woronesch in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im Stalag (Stammlager) IX B Wegscheide bei Bad Orb registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 7220. Von dort brachte man ihn in das Stalag VI D nach Dortmund und in das Arbeitskommando R3056 Dortmund Eving, Bauerkampstraße 123. Am 5.8.1943 kam er in das Lazarett des Stalag VI D Dortmund, wo er am 12.9.1943 starb. Er wurde auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 3, beerdigt. Er war 33 Jahre alt
Er wurde im Jahr 1900 in Tscheljabinsk am Ural geboren. Sein letzter Wohnort war im Gebiet Kustanai, er war verheiratet und in der Landwirtschaft tätig. Am 1.1.1942 geriet er bei Bolohow (Westukraine)in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im Stalag (Stammlager) VI K (326) Senne registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 110067. Man brachte ihn im Dezember 1942 in das Stalag VI A nach Hemer und von dort im Januar 1943 zunächst in das Lager Marchienne au Pont bei Charleroi in Belgien und danach in das Arbeitskommandos Zwartberg. Am 19.9.1944 brachte man ihn in das Stalag VI D nach Dortmund und von dort am 13.11.1944 in das Arbeitskommando R5138 Witten W-A- Dortmund Süd. Er starb am 13.1.1945 und wurde auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 8 beerdigt. Er war 44 Jahre alt.
Er wurde am 19.06.1918 im Gebiet Poltawa (Ukraine) geboren. Er war in der Landwirtschaft tätig. Am 24.6.1941 geriet er in Litauen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im Stalag (Stammlager) Stalag 311 XI C Bergen Belsen registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 5852. Ab dem 13.10.1941 war er in verschiedenen Arbeitskommando der Stalags XI C und XI A Altengrabow. Am 3.12.1942 brachte man ihn in das Stalag XI A Hemer und von dort in das Arbeitskommando 607 R, Zeche Kaiserstuhl in Dortmund. Am 5.5.1943 verbannte er bei einem Fliegerangriff. Seine Überreste wurden auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 4 beerdigt. Er war 24 Jahre alt.
Er wurde am 13.7.1923 in Nikolaew in der Ukraine geboren. Er war Arbeiter. Im Juni 1942 geriet er bei Kertsch in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im Stalag (Stammlager) VI K (326) in der Senne registriert und erhielt die Erkennungsmarkennummer 96835. Man brachte ihn von dort in das Stalag VI A Hemer, dann in das Arbeitskommando 607 R Zeche Kaiserstuhl. Er war mehrfach für kürzere Zeit im Lazarett des Stalag VI-D Dortmund. Am 17.3.1944 starb er im Arbeitskommando 607 R Zeche Kaiserstuhl, die Todesursache war Erstickung. Er wurde am 20.3.1944 auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld 7 beerdigt. Er war 21 Jahre alt
Am 9. Mai erinnerte der Vizekonsul der Russischen Föderation Sergej Dolgopolow, der Bürgermeister Norbert Schilff und Dr. Stefan Mühlhofer mit einem Gedenken auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg in Dortmund an die Opfer des Krieges.
Gedenken am 9. Mai auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg in Dortmund
In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 unterzeichnete das Oberkommando der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst vor den Vertretern der Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition die bedingungslose Kapitulation. Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht Nazideutschlands bedeutete die Befreiung der Menschen in Deutschland und den besetzten Gebieten von der Nazi-Schreckensherrschaft.
Von deutschem Boden war ein Raub- und Vernichtungskrieg gegen die Völker Europas und insbesondere gegen die Sowjetunion ausgegangen und auf deutschem Boden wurde dieser Krieg beendet. Die Sowjetunion und die Rote Armee hatte einen entscheidenden Anteil am Sieg über Nazideutschland. Doch der Frieden wurde unter unendlichen Opfern errungen. Der zweite Weltkrieg forderte mehr als 60 Millionen Menschenleben. Nach offiziellen Angaben starben 30 Millionen Menschen auf sowjetischer Seite, die genaue Zahl der Opfer ist bis heute nicht erforscht.
In Dortmund auf dem Internationalen Friedhof sind mehrere tausenden sowjetische Bürger*innen begraben, die zur Zwangsarbeit verschleppt und ums Leben gebracht wurden. Wir wollen in den nächsten Wochen an diese Menschen erinnern, dazu werden wir auf unserer Website den Lebensweg von sowjetischen Kriegsgefangenen, die auf dem Internationalen Friedhof begraben sind, beschreiben.
Der Historische Verein Ar.kod.M recherchiert seit vielen Jahren zum Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener und Zivilarbeiter*innen in Westfalen und im Rheinland. In der Broschüre „Schatten der Vergangenheit“ berichten die Autor*innen über ihre Arbeit und über ihre Erfahrungen in nordrhein-westfälischen Gemeinden. Durch umfangreiche Recherchen konnten eine sehr große Anzahl von Namen bisher namenloser sowjetischer Kriegsopfer ausfindig gemacht werden. Den Verstorbenen wurde so ihre Identität zurückgeben.
In diesem Jahr ist es 80 Jahre her, dass Nazideutschland die Sowjetunion überfiel und einen Vernichtungskrieg gegen sie führte. Dieser Vernichtungskrieg wurde nicht nur im Osten geführt, sondern er setzte sich im Deutschen Reich fort. Viele sowjetische Bürger*innen kamen ins Ruhrgebiet, nach Westfalen und ins Rheinland und mussten auf Zechen, in Stahlwerken und Rüstungsbetrieben Zwangsarbeit leisten. Die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen ebenso wie die rassistische Verfolgung gehörten zum menschenverachtenden Programm der Nazis. Viele sowjetische Bürger*innen, insbesondere sowjetische Kriegsgefangene, wurden ums Leben gebracht. Die einheimische Bevölkerung hat mit ihnen gelebt und gearbeitet, das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter*innen konnte nicht verborgen bleiben. In NRW gibt es kaum eine Gemeinde, auf deren Friedhöfen sich nicht auch Gräber von sowjetischen Bürger*innen befinden. Oft wurden die Menschen anonym begraben, vielfach gibt es bis heute keine persönliche Erinnerung an sie. Dem Wegsehen folgte so das Vergessen.In diesem Jahr ist es 80 Jahre her, dass Nazideutschland die Sowjetunion überfiel und einen Vernichtungskrieg gegen sie führte. Dieser Vernichtungskrieg wurde nicht nur im Osten geführt, sondern er setzte sich im Deutschen Reich fort. Viele sowjetische Bürger*innen kamen ins Ruhrgebiet, nach Westfalen und ins Rheinland und mussten auf Zechen, in Stahlwerken und Rüstungsbetrieben Zwangsarbeit leisten. Die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen ebenso wie die rassistische Verfolgung gehörten zum menschenverachtenden Programm der Nazis. Viele sowjetische Bürger*innen, insbesondere sowjetische Kriegsgefangene, wurden ums Leben gebracht. Die einheimische Bevölkerung hat mit ihnen gelebt und gearbeitet, das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter*innen konnte nicht verborgen bleiben. In NRW gibt es kaum eine Gemeinde, auf deren Friedhöfen sich nicht auch Gräber von sowjetischen Bürger*innen befinden. Oft wurden die Menschen anonym begraben, vielfach gibt es bis heute keine persönliche Erinnerung an sie. Dem Wegsehen folgte so das Vergessen.
Die Autor*innen berichten über ihre Erfahrungen in nordrhein-westfälischen Gemeinden und über ihre Recherchen, sie zeigen zudem auf, dass in NRW jede Kommune nach eigenen Vorstellung mit den Gräbern verfährt und es bisher keine landesweite systematische Erfassung von Gräbern sowjetischer Kriegsopfer gibt.
Bestellung der Broschüre bei ar.kod.m.ev@gmx.de Preis 2,00 Euro Ab 10 Exemplare 1,50 Euro Ab 50 Exemplaren 1,00 Euro Versand bei Bestellung von bis zu 10 Exemplaren + Porto gegen Rechnung ansonsten Abholung nach vorheriger Vereinbarung eines Abholtermins telefonisch unter 0160 9910 9990 oder per Mail unter ar.kod.m.ev@gmx.de, Abholung: Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund