Grigorij starb am 11. September 1942 im Arbeitslager des Dortmund-Hörder Hüttenvereins auf der Huckarder Straße. Er musste als Jugendlicher Zwangsarbeit leisten und wurde nur 16 Jahre alt.

Grigorij wurde am 14. August 1926 geboren. Als er nach Dortmund kam, war er 15 Jahre alt. Wie er, waren die meisten Zwangsarbeiter Jugendliche. Sie erlebten harte Arbeit, Schläge, schlechtes Essen, rassistische Verfolgung und permanente Angst. Sie litten zudem unter Heimweh.
Kindern und Jugendlichen wird kein besonderes Schutzbedürfnis zuerkannt
Ein Zeitzeuge, der als Kind zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde, erinnerte sich: „Sowjetische Kriegsgefangene arbeiteten mit uns in der Fabrik. Unsere Lebensbedingungen glichen denen der Kriegsgefangenen. Dieselben 3-stöckige Etagenbetten, dieselbe Ernährung: einmal am Tag Steckrübensuppe, Kaffeeersatz morgens und abends, ein Laib Brotersatz zur Hälfte aus Sägemehl für fünf Personen. Die Kriegsgefangenen und die Ostarbeiter mussten in zwei Schichten arbeiten. 12 Stunden Tag- und 12 Stunden Nachtschicht, was wöchentlich wechselte. Auch 13-jährige wurden wie Erwachsene behandelt und mussten im Zweischichtsystem schuften.“

Grigorij starb in der Nacht zum 11. September 1942. Er wurde auf den Internationalen Friedhof in Dortmund auf Feld 4 begraben.