Alexej Schwez

Alexej Schwez war 40 Jahre alt, als er am 6. November 1943 im Mannschaftsstammlager (Stalag) VI D an der Westfalenhalle in Dortmund  starb.

Er stammte aus Gebiet Nikolajew in der Ukraine.
Wann und wo er in deutsche Kriegsgefangenschaft geriet, wissen wir nicht. Im Sommer 1942 wurde er in das Mannschaftstammlager (Stalag) 326 (VI K) Senne in Ostwestfalen gebracht und unter der Nummer 26621 registriert. Hunderttausende sowjetische Kriegsgefangene durchliefen das Stalag 326 auf dem Weg in die Arbeitskommandos auf den Zechen und in den Rüstungsbetrieben im Ruhrgebiet.

Schwerste Arbeit auf den Zechen des Ruhrgebiets

Die Arbeitsbedingungen auf den Zechen und Betrieben waren sehr hart, ebenso wie die Lebensbedingungen im Arbeitskommando. Obwohl die Männer schwerste Arbeit leisten mussten, erhielten sie Rationen von täglich 2400 Kalorien. Auch die erforderliche Arbeitskleidung erhielten sie sehr oft nicht. Vor und nach der Arbeit mussten sie bei Appellen bei jedem Wetter, in Regen, Schnee oder brennender Sonne, stramm stehen. In den Arbeitskommandos waren sie Baracken untergebracht, die mit bis zu 300 Männern belegt waren. Viele Männer wurden durch die schweren Arbeits- und Lebensbedingungen krank.

Tod im Lazarett

Viele wurden in das Lazarett des Stalag VI D gebracht. Die Gesundheitsversorgung dort war sehr mangelhaft, es gab kaum Medikamente. Der Gesundheitszustand der Kranken verschlechterte sich wegen der fehlenden Versorgung auch im Lazarett oft noch stetig. So starben viele sowjetischen Kriegsgefangenen im Lazarett des Stalag VI D.  Die Verstorbenen wurden auf dem Internationalen Friedhof begraben. In das Sterbebuch für „Russische Kriegsgefangene“ trug das Friedhofsamt der Stadt Dortmund sie mit dem Vermerk „Unbekannt Stalag VI D“ ein. Insgesamt finden sich im Sterbebuch mehr als 3000 Einträge mit diesem Vermerk.

Alexej Schwez starb am Nachmittag des 6. Novembers 1943 im Mannschaftsstammlager (Stalag) VI D Dortmund an Lungen-Tbc.  

Für die erste Woche im November 1943 gibt es 6 Einträge im Sterbebuch mit dem Vermerk „Unbekannt Stalag VI D“, sein Name wird nicht genannt. Er wurde am 6. November 1943 auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg auf Feld II, Grab 1894 beerdigt.